technologiepark villach, A, geladener wettbewerb, 2.preis

Im Spannungsfeld des vorgegebenen Leitbildes „Insellösung“ und der Forderung nach absoluter „Multifunktionalität“ entwickeln wir einen Kompaktbaukörper, ringförmig in sich geschlossen, mit reichem Innenleben, Freiräumen und vielfachen Querverbindungen in unterschiedlichen Positionen, um den Innenhof als Ganzes spürbar zu machen. Als Herzstück des Gebäudes dient er als Lichtquelle und Erholungsort. Der Hauptzugang wird über das großflächig offene Erdgeschoß erreicht, mit Durchblick und Durchgang in den Innenhof und weiter bis zur Draulände. Diese offene Erdgeschoßhalle „ufert“ an einem flachen Wasserbecken in dem sich Fassaden, Brücken und Himmel spiegeln. Damit wird das Inselthema erneut aufgegriffen und spürbar gemacht. In den Längsflügeln des 5-geschoßigen Baukörpers liegen die Erschließungszonen mit Stiegenhäusern, Liften und Schächten für Ver- und Entsorgung. Die Querflügel ermöglichen großflächige Einheiten mit mehrfacher Erschließung, aber auch kleinere Einheiten. „Brücken“ als Querverbinder zu den Längsflügeln können an unterschiedlich wählbaren Positionen „andocken“. Die im Erdgeschoß angelagerten Laborflächen sind mit möglichen zusätzlichen Stiegen zu den Lagerflächen im Untergeschoß oder hinauf bis ins 2. Obergeschoß verbunden. Für die Geschoße 1 bis 4 wurde eine beispielhafte Aufteilung zeichnerisch dargestellt mit Büroeinheiten in unterschiedlichen Größen. Die beiden Fassaden im Süden und Westen sind mit vorgesetzten Lamellen versehen welche als Sonnenschutz dienen. Durch das von den dahinter liegenden Büroräumen gesteuerte abschnittweise Schließen und. Öffnen der Lamellen entsteht der sich ständig ändernde Strichcode des Gebäudes. An der Eingangsfassade und der dem Ankommenden zugewandten Nordost-Fassade wird der decodierte Strichcode lesbar. Anstelle der Lamellen treten Geschoßhoch gespannte transluzente Folienbahnen. Als Werbeträger geben sie Information über Gebäudeinhalt und ansässige Unternehmen. An der Süd- und Westfassade ist der Attikabereich ebenfalls mit den Werbeträgern versehen Innere Erschließung: Zwei Kernzonen erstrecken sich über die beiden Längstrakte. Hier liegen in regelmäßigem Abstand zueinander 4 Stiegenhäuser. Um in den oberen Geschoßen auch bei Anordnung von Großbüros eine gute innere Gebäudeerschließung zu haben führen Brücken als Querverbinder über den Innenhof. Funktionsanordnung: Erdgeschoß: Hauptzugang über offenes Erdgeschoß mit Durchblick bis zur Draulände. 2 Hauptstiegenhäuser mit Aufzügen und 2 Nebenstiegenhäuser, 1 x mit Lastenlift. Laborbereiche von Südost über West bis nach Nordwest mit Option zusätzlicher Stiegenhäuser zu Lagerräumen im Untergeschoß und/oder Büros im 2. Obergeschoß. In der Überarbeitung wurde das Eingangsfoyer orthogonal ausgeführt und an die Außenfassade vorgerückt. Zugang erfolgt über den überbauten Bereich. Die Raumhöhe im Erdgeschoss wurde au 4,95m angehoben. 1. bis 4. OG Vielfältige Kombinationsmöglichkeiten, in den kopfseitigen Quertrakten vorzugsweise Großraumeinheiten, aber auch kleinere Einheiten möglich. Die Erschließungsgänge in der Kernzone können je nach Bürotyp integriert werden oder allgemein zugänglich bleiben, bzw. sich zu Aufenthaltszonen und anderen gemeinsam genutzten Bereichen ausweiten. Untergeschoß: Tiefgarage und Technik- bzw. den Laborflächen zuordenbare Lagerräume mit Option zusätzlicher interner Stiegenhäuser. Flexible Einteilung der Lagerräume nach Bedarf. Attikageschoß: Die Ausbauten über den beiden Kernzonen dienen ausschließlich der technischen Einrichtung. Konstruktion und Materialen: Stahlbetonskelettbauweise über massiver Fundamentplatte – nach Erfordernis als Wannenkonstruktion. Die Ortbetondecken sind für eventuelle weitere Vertikalverbindungen mit Solldurchbruchsstellen versehen. Stützenraster = 6x 1,375m, interne Trennwandanschlußmöglichkeiten jede Achse (1,375) In der stützenfreien Zone in der Nordostecke des Erdgeschoßes werden die Geschoßstützen über Fachwerkträger im Attikageschoß bis zur Decke über EG abgehängt. Fassadenkonstruktion: In Elementbauweise wird eine Glasfassade mit brandbeständigen Brüstungspaneelen den Geschoßdecken vorgesetzt. Außen wird die Glasfläche über die Brüstungspaneele gezogen um eine einheitliche Oberfläche zu erreichen. Der Glasfassade vorgehängt wird ein Gitterrost welchem auf der Süd und West Fassade geschoßhohe, vertikale Sonnenschutzlamellen vorgelagert sind. An der Nord und Ostfassade hingegen dient eine transluzente Folienbespannung als Werbeträger. Die Sonnenschutzlamellen bestehen aus einem Alurahmen und einer lichtdurchlässigen, PVC verstärkten Textilbespannung. Die Folienbespannung an der Nord- und Ost-Fassade besteht aus einer bedruckbaren, geschosshohen PTFE-Folie. Von Innen ist die Durchsicht nach Außen möglich, von Außen ergibt sich eine als Werbeträger bedruckte Fläche. Diese kann je nach Bedarf gewechselt werden. Am Abend und in der Nacht ist sie beleuchtet. Die Fassaden des Innenhofes sind reine Glasfassaden. Aufgrund des Brandüberschlages ist der Parapetbereich mit Feuerschutzglas ausgeführt. Sonnen,- Sicht- und Blendschutz ist durch die zwischen den Glasscheiben liegenden Jalousien gegeben. Verkehrserschließung: Bei der Überarbeitung des Projektes wurde der zwei geschoßige Tiefgaragenbereich vergrößert und somit die Stellplatzanzahl erhöht. Parkgarage 227 Stellplätze. Oberirdisch 162 Stellplätze. Insgesamt 289 Anbindung an den Drauradweg im SW W sowie Verbindung zur Europastraße im NW.
 
 
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technologiepark villach, A, geladener wettbewerb, 2.preis

eckdaten
märz-juni 2005
magistrat villach + entwicklungsagentur kärnten
mit arch.f.freytag
visualisierung: murerobresciano modell: m.murero
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